Bei der Spendenübergabe an das ökumenisch ambulante Hospiz und des Palliativnetzes v.l.n.r.: Ludger Schröer (Vorstand Caritasverband Rheine), Dr. Christiane Weber (Zahnärztin), Dr. Peter Weichel (Zahnarzt), Dr. Miriam Goeke-Hettstedt (Zahnärztin), Dr. Johannes Eising (erster Vorsitzender des Palliativnetzes Rheine), Maren Kamprolf (Hospizkoordinatorin Caritasverband Rheine)
Die Freude war groß, als ein Scheck in Höhe von 4.000 Euro an das ökumenisch ambulante Hospiz des Caritasverbandes Rheine überreicht wurde. Mit einem weiteren Scheck wurde die Arbeit des Palliativnetzes mit ebenfalls 4.000 Euro begünstigt. Im Namen von zahlreichen Bürgern und Bürgerinnen, die ihr Zahngold bewusst einem guten Zweck zur Verfügung stellten, freuten sich die Zahnärztin Dr. Christiane Weber und ihre beiden Kollegen, Dr. Peter Weichel und Dr. Miriam Goeke-Hettstedt, den wachsenden palliativen Versorgungsbedarf in Rheine voranzubringen.
Seit über 30 Jahren begleiten ehrenamtliche Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen des ökumenisch ambulanten Hospizes der Caritas Rheine schwerstkranke und sterbende Menschen zu Hause, in Krankenhäusern, Pflege- und Wohnheimen. Der Umfang der Aufgaben des Hospizdienstes ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen. So nimmt nicht nur die Zahl der Beratungsgespräche, Sterbe- und Trauerbegleitungen, sondern auch die Abstimmung mit anderen Diensten und Einrichtungen stetig zu. Eine erfreuliche Entwicklung sei, so heißt es von der Hospizkoordinatorin Maren Kamprolf, dass sich immer wieder Menschen bereit erklären, sich ehrenamtlich in diesem Bereich zu engagieren. Diese Bereitschaft sei unverzichtbar, um eine individuelle und würdevolle Begleitung sicherzustellen. Die Unterstützung der verschiedenen Berufsgruppen und der regelmäßige Austausch sorgt für eine gut vernetzte Versorgung, die den schwerstkranken und sterbenden Menschen wie ein Mantel umhüllt, ganz im Sinne von Cicely Saunders, Pionierin und Begründerin der modernen Hospizbewegung und der Palliativversorgung.
Das Palliativnetz Rheine e.V. unterstützt die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in Rheine und der näheren Umgebung, um diese stetig zu verbessern. Ziel des Netzes ist es, verschiedene, an der Palliativversorgung beteiligte Berufsgruppen zu vernetzten und sich regelmäßig auszutauschen. Das Palliativnetz Rheine unterstützt seit Jahren verschiedene Berufsgruppen mit Fachvorträgen und fördert unter anderem die Palliative-Care-Ausbildung von Pflegefachkräften. Zu den Mitgliedern zählen Pflegeheime und Krankenhäuser sowie weitere Institutionen, Ärzte und Privatpersonen, die sich für die Palliativversorgung interessieren.
Der Dank des Hospizdienstes und des Palliativnetzes gilt allen Beteiligten und insbesondere den vielen Menschen, die durch ihre Zahngoldspenden diese wichtige Arbeit möglich machen.