Hass ist keine Meinung. Mit diesem kurzen aber klaren Statement möchte die Caritas Rheine Vorurteilen und Unwahrheiten gegenüber Flüchtlingen entgegentreten.
Wie reagieren, wenn der eigentlich nette Arbeitskollege, der Typ am Kneipentisch nebenan gegen die bösen Ausländer, Scharen von Flüchtlingen, Zigeuner oder anderes "Gesocks" hetzt? Viele von uns sind nicht gewohnt, in solchen Situationen angemessen zu reagieren, sondern versuchen angestrengt wegzuhören. Dieser Herausforderung begegnet die Caritas Rheine mit der Veranstaltung "Hass ist keine Meinung". Für Offenheit und Toleranz.". Am Donnerstag, 9. November 2017 um 19.30 Uhr möchte die Caritas Rheine im Wirtshaus Lorenbeck unterhaltsam aber dennoch nachdenklich gegen gängige Vorurteile angehen. Die Kabarettistin Ingrid Helmer und Mitspieler Gerold Mersch werden gemeinsam mit Musikern in Wortbeiträgen und Liedern dieses Thema aufnehmen.
Viele Menschen sind in den vergangenen Monaten, nach oft lebensgefährlicher Flucht zu uns gekommen. Für viele sind Rheine und der Kreis Steinfurt ein neues Zuhause. Die Menschen in Deutschland haben die Schutzsuchenden mit großer Empathie, Offenheit und Hilfsbereitschaft empfangen. Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Kommunen und gesellschaftliche Gruppen haben in dieser Zeit ungeahnte Kräfte mobilisiert, Not gesehen und gehandelt. Viele Ehrenamtlichen engagieren sich bis heute, um den Frauen, Männern und Kindern die Ankunft und das Leben in unserem Land zu erleichtern.
Auch die Menschen in Rheine engagieren sich ganz persönlich in vielen Bereichen der Flüchtlingshilfe und haben den Begriff der "Willkommenskultur" geprägt. Doch mittlerweile erleben wir in Deutschland auch Zurückhaltung bis hin zu Anfeindungen und Übergriffen gegen Flüchtlingseinrichtungen, gegen Flüchtlinge und gegen Menschen, die in der Flüchtlingshilfe arbeiten.
Der Abend soll auch Möglichkeiten vermitteln, um sachlich und entschieden auf menschenverachtendes Gerede zu reagieren. "Mit dieser Aktion, die auch im Rahmen der Caritas-Kampagne "Zusammen sind wir Heimat stattfindet, möchten nicht nur wir als Caritas Haltung zeigen, sondern wir möchten jedem, der mit solchen Vorurteilen konfrontiert wird, ebenfalls die Chance geben, sich zu positionieren", so Stefan Gude, Leiter Verbandspolitik und Kommunikation bei der Caritas Rheine. Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht erforderlich.