Das Team der Ambulanten Suchtkrankenhilfe der Caritas Rheine (v.l.n.r.: Ria Kockmann, Frank Schoppe, Irina Erdmann, Indra Bietmann-Scheinert)
Unter dem Motto der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) rückt die Aktionswoche Alkohol 2026 erneut die Auswirkungen von Alkoholkonsum in den Fokus. Ziel der bundesweiten Initiative ist es, zum bewussten Umgang mit Alkohol anzuregen und über Risiken aufzuklären - zunehmend auch im beruflichen Umfeld.
Die Ambulante Suchtkrankenhilfe des Caritasverbandes Rheine beteiligt sich mit verschiedenen Angeboten an der Aktionswoche. Dabei soll insbesondere die Prävention über den schulischen Bereich hinaus gestärkt werden. "Aufklärung darf nicht mit der Schulzeit enden", betonen die Fachkräfte. Gerade im Berufsleben können Faktoren wie Zeitdruck, Verantwortung oder Schichtarbeit den Konsum beeinflussen. Unternehmen bieten daher wichtige Ansatzpunkte für nachhaltige Präventionsarbeit.
Wie diese konkret aussehen kann, zeigt eine Aktion am 17. Juni 2026 beim Unternehmen Bosch in Wettringen. Von 12 bis 14.30 Uhr führen Irina Erdmann und Indra Bietmann-Scheinert von der Caritas-Suchtkrankenhilfe einen sogenannten Rauschparcours durch. Mit speziellen Rauschbrillen und praktischen Übungen erleben die Teilnehmenden, wie Alkohol Wahrnehmung, Koordination und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt. Das Format fördert den offenen Austausch über Konsumgewohnheiten und schafft neue Denkanstöße.
Auch für Unternehmen ergeben sich daraus Vorteile: Sie stärken die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden und tragen gleichzeitig zur Sicherheit am Arbeitsplatz bei.
Ergänzend bietet die Ambulante Suchtkrankenhilfe am 19. Juni 2026 von 10 bis 12 Uhr eine offene Sprechstunde in der Beratungsstelle im Caritas-Haus, Lingener Straße 11, in Rheine an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können sich unverbindlich informieren, Fragen stellen oder Unterstützung in Anspruch nehmen.
Für weitere Informationen steht die Ambulante Suchtkrankenhilfe per E-Mail an gph-sucht@caritas-rheine.de oder telefonisch unter 05971 862-360 zur Verfügung.
Die Aktionswoche macht deutlich: Suchtprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie beginnt in der Schule, setzt sich aber im Berufsleben fort - überall dort, wo Menschen Verantwortung für sich und andere übernehmen.