(v. l.) Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, Stefan Höge, Abteilungsleitung Arbeit, Wohnen und Teilhabe und Beschäftigte der Caritas-Emstor-Werkstätten beim „Schichtwechsel“Caritas Rheine
Perspektivwechsel, Begegnung auf Augenhöhe und gemeinsame Arbeit: Genau darum geht es beim bundesweiten Aktionstag "Schichtwechsel".
Auch Rheines Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann tauschte seinen gewohnten Arbeitsplatz gegen einen Einsatz in den Caritas-Emstor-Werkstätten. In der Schreinerei der Werkstätten erhielt der Bürgermeister spannende Einblicke in den Arbeitsalltag. Gemeinsam mit den Beschäftigten der Tischlerei, der Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung Thomas Nacke sowie Stefan Höge, Abteilungsleitung Arbeit, Wohnen und Teil-habe, entstand im Rahmen der Aktion ein besonderes Projekt: eine handgefertigte Holzbank, die sich wie eine Schubkarre bewegen lässt.
Mit viel Engagement, handwerklichem Geschick und guter Laune arbeiteten alle Beteiligten Seite an Seite. So wurde nicht nur gesägt, geschliffen und montiert, sondern auch intensiv miteinander gesprochen. Der Schichtwechsel verfolgt genau dieses Ziel: Menschen aus Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen lernen die Arbeitswelt von Menschen mit Behinderung kennen und arbeiten gemeinsam mit ihnen. Im Gegenzug erhalten Beschäftigte der Werkstätten Einblicke in andere Berufsfelder. So werden Begegnungen geschaffen, Vorurteile abgebaut und Teilhabe erlebbar gemacht.
Auch Caritas-Vorstand Dieter Fühner bestätigte mit dem Besuch dieser Schichtwechsel-Aktion die Wichtigkeit der damit verbunden Botschaft.
Zum Abschluss der gemeinsamen Arbeit erhielt die Bank ein besonderes Detail. Ein Schild weist auf das Jubiläumsjahr "700 Jahre Stadt Rheine" hin und macht das Möbelstück zu einem sichtbaren Zeichen der Verbundenheit zwischen Stadt Rheine und den Caritas-Emstor-Werkstätten.
"Der Schichtwechsel zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll echte Begegnungen sind. Wenn Menschen gemeinsam arbeiten, entstehen Verständnis, Respekt und neue Perspektiven. Genau das macht Inklusion aus. Gleichzeitig können wir zeigen, mit welchem Engagement und Können unsere Beschäftigten täglich arbeiten", sagt Udo Nospickel, Werkstattleitung der Caritas-Emstor-Werkstätten.
Auch Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann zeigte sich beeindruckt von der Atmosphäre und der handwerklichen Qualität in den Caritas-Emstor-Werkstätten. Der Aktionstag bot die Gelegenheit, Menschen, ihre Fähigkeiten und ihren Arbeitsalltag kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Einsatz in der Holzwerkstatt war dabei der Wunsch von Dr. Lüttmann: "Da ich privat als Ausgleich gerne mit Holz arbeite, interessiert mich der Bereich besonders, auch wenn die Ausstattung hier in der Werkstatt professioneller als bei mir zu Hause ist. Bei der handwerklichen Arbeit werden Fortschritte unmittelbar sichtbar."
Die eigens gefertigte Bank wird in den kommenden Wochen offiziell an den Bürgermeister übergeben. Dabei soll zugleich der zweite Teil des Schichtwechsels stattfinden: Dann erhalten die Beschäftigten der Caritas-Emstor-Werkstätten Einblicke in den Arbeitsalltag des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung. Damit wird der Gedanke des Perspektivwechsels konsequent fortgeführt.
Für alle Beteiligten war der Aktionstag ein voller Erfolg. Die gemeinsame Arbeit hat nicht nur ein schönes Ergebnis hervorgebracht, sondern vor allem viele positive Eindrücke, interessante Gespräche und jede Menge Spaß. So wurde der Schichtwechsel einmal mehr zu einem lebendigen Beispiel dafür, wie Inklusion durch Begegnung gelingen kann.