Projekt der Jugendberatungsstelle des Caritasverbandes Rheine e. V.
Dabei ging es darum möglichst einfach im Alltag zu schauen was verändert werden kann, um die Ressourcen zu schonen und bewusst nachhaltiger zu leben. Die Jugendlichen hinterfragten zum einen, wie der Müll richtig getrennt wird, denn schnell landet mal das ein oder andere im falschen Mülleimer - oder gewusst, dass der Pizzakarton mal zum Altpapier und mal in den Restmüll gehört? Wie automatisch weniger Plastikmüll erzeugt werden kann haben die Jugendlichen ebenfalls überlegt. Beispielsweise ist eine Plastiktüte mehrmals verwendbar, ab dem 13. Mal ist sie wieder klimaneutral.
Da ist es auch nicht weit, dass die Jugendlichen ihren Lebensstil hinterfragten. "Was passiert eigentlich, wenn wir so weiter machen, wie bisher? Uns geht es doch gut hier in Rheine. Brauche ich diese neuen Sneaker wirklich und kaufe ich vielleicht lieber mal etwas Vegetarisches auf dem Wochenmarkt, an Stelle von abgepackter Wurst im Supermarkt? Vegan essen ist ja auch nicht so einfach, oder?" fragt sich die Nachhaltigkeitsgruppe. Das wurde direkt mit einer veganen Kochaktion getestet - Nudeln mit Mac’n’Cheese Sauce. Und für die Reste hat jeder eine Tupperdose mitgebracht! "Geld sparen und der Umwelt etwas Gutes tun kann ich dann auch noch, wenn ich mit dem Fahrrad zur Ausbildung fahre und mal Second Hand shoppen gehe", so ein Jugendlicher der Gruppe.
Passend zur Zeit der Bundestagswahl sind die Jugendlichen interessiert, was die Parteien denn eigentlich zum Klimaschutz beitragen wollen und wie der neue Koalitionsvertrag aussieht. Aber was tut die Stadt Rheine eigentlich für den Klimaschutz? Das hat Guido Wermers, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Rheine der Nachhaltigkeitsgruppe genau erklärt. So erhielt die Gruppe einen Einblick in die Vorgänge der Stadtverwaltung und wie Entscheidungen getroffen werden. Bundes-, Landes und Städtepolitik sind eng miteinander verwoben, was erklärt, warum Entscheidungen und Klimaschutzmaßnahmen ihre Zeit brauchen. Die Jugendlichen stellen fest, dass alle einen kleinen Teil dazu beitragen können. Wie man sich auch nach dem Projekt im Internet informiert, wird anhand von Social Media und der baumpflanzenden Suchmaschine ecosia geübt. In einer selbstgestellten Wochen-Challenge konnten sich die Jugendlichen erproben - vom Mülltagebuch über Einkaufen auf dem Wochenmarkt war vieles dabei. Zum Abschluss lernen die Jugendlichen neue Wege kennen, Dinge selber zu erstellen, anstatt sie zu kaufen. So wird ein festes Deo selber angerührt, eine Biomülltüte aus Zeitungspapier gefaltet und aus alten Plastiktüten neue Beutel gehäkelt. Dieses Projekt wurde finanziell vom LWL, Landesjugendamt des Landesverbandes Westfalen Lippe, unterstützt.