Bundesweiter Aktionstag Glücksspielsucht am 29. September 2021
In Nordrhein-Westfalen beteiligen sich die 23 Suchtberatungsstellen, die ein spezielles Hilfeangebot für Glücksspielsüchtige und deren Angehörige vorhalten. Zu diesen Beratungsstellen gehört seit 2008 auch die Fachstelle Glücksspielsucht des Caritasverbandes Rheine. Der Informationsstand auf dem Borneplatz steht am 29. September 2021 allen Interessierten in der Zeit von 13 bis 17 Uhr zur Verfügung. Im Fokus des diesjährigen Aktionstages steht der zum 1. Juli 2021 neu eingeführte Glücksspielstaatsvertrag und die damit verbundene bundesweite und spielformübergreifende Sperre.
Seit Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages sind alle Glücksspielanbieter verpflichtet, sich an das Sperrsystem OASIS anschließen zu lassen und alle Glücksspielteilnehmenden vor Spielbeginn auf eine mögliche Sperre zu prüfen. Einzige Ausnahme bilden hier Lotterie-Angebote, an denen nicht häufiger als zweimal wöchentlich teilgenommen werden kann. Das Sperrsystem wird von Suchtexpertinnen und Suchtexperten als guter Schritt in Richtung Spielerschutz gesehen. Doch leider hat dieses System noch seine Tücken. So war die Antragsstellung auf Anschluss an das Sperrsystem beim Regierungspräsidium Darmstadt, welches für die Sperrdatei OASIS zuständig ist, erst mit einem Monat Verspätung möglich und die Bearbeitungszeit kann aktuell mehrere Wochen oder gar Monate dauern. Umso wichtiger ist es, öffentlich auf die Glücksspielsuchtproblematik und insbesondere auf Hilfemöglichkeiten hinzuweisen.
Dazu stehen am Infostand die Mitarbeitenden der Fachstelle Glücksspielsucht des Caritasverbandes Rheine für alle Fragen rund um das Thema Glückspiele und Glücksspielsucht zur Verfügung.
Außerhalb des Aktionstages erreichen Sie die Fachstelle Glücksspielsucht auch telefonisch oder per Mail unter 05971 862-360 oder unter gph-sucht@caritas-rheine.de und www.caritas-rheine.de. Ansprechpersonen sind Frank Schoppe und Ria Kockmann.