Das Team

(von links): Mathilde Hövels, Ludger Schulten, Marion
Santos (Sekretariat) und Stefan Beckmann

 
Kontakt

Sekretariat
Marion Santos 
Caritas-Haus
Lingener Straße 11-13
48429 Rheine
Telefon 05971 862-330
Telefax 05971 862-319
E-Mail: schuldnerberatung@caritas-rheine.de

 
Hilfen und Angebote - Menschen in besonderen Lebenslagen - Schuldner- und Insolvenzberatung  

Den Teufelskreis durchbrechen

Schuldner- und Insolvenzberatung: Wege aus der Verschuldung

Das Problem der Verschuldung steigt kontinuierlich. Der Armuts- und Reichtumsbericht 2007 des Landes Nordrhein-Westfalen stellt dazu heraus: „Die Inanspruchnahme der Verbraucherinsolvenz ist seit ihrer Einführung rasch angestiegen. Seit 2002 liegen die jährlichen Zuwachsraten im zweistelligen Bereich.“ Die Ursachen sind vielfältig: Arbeitslosigkeit, Familienkrisen, Krankheit, unvorhergesehene Ereignisse, Verführungen der Konsumgesellschaft ...

Der Weg in die Schuldnerberatungsstelle ist oft weit und steinig. Schulden zu haben ist gesellschaftlich kein Problem, doch wer sie nicht mehr bezahlen kann, gerät ins gesellschaftliche Abseits. Dem Eingeständnis des wirtschaftlichen Scheiterns geht ein schwieriger Prozess voraus, in dem der Betroffene versucht, auf unterschiedlichste Weise das aufrecht zu erhalten, was finanziell nicht mehr möglich ist. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen gelingt in der Regel nicht ohne kompetente Hilfe. Die Schuldnerberatung ist dabei der erste Schritt. In der Beratung ist die Existenzsicherung das erste Ziel. Miete, Stromversorgung, Lebensunterhalt und auch der Erhalt des Girokontos haben immer Vorrang. Vor allem in diesem Bereich engagieren sich ehrenamtliche Helfer.

Wenn das Einkommen nicht mehr reicht ...

Frau E. kommt in die Beratung, die ihr von ihrer Bank empfohlen wurde. Sie erzählt, wie sie vor einigen Jahren ihre Arbeit aufgeben musste, weil ihr Mann einen Schlaganfall bekommen hat und pflegebedürftig wurde. Es folgen finanzielle Probleme. Ein Kredit muss bezahlt werden, das Girokonto ist weit überzogen, die letzte Miete konnte nicht mehr bezahlt werden. Nachdem sie die Pflege ihres Mannes übernommen hatte, ging es noch so gerade mit dem Geld, doch jetzt wurde auf einmal das Pflegegeld zur Hälfte gestrichen. Nun reicht das Einkommen vorne und hinten nicht mehr, so dass in den letzten Monaten die Schulden kontinuierlich gestiegen sind. Nach der Bestandsaufnahme wird gemeinsam nach Lösungen für die Probleme gesucht. Ein Wohngeldantrag wurde gestellt, mit dem Vermieter wurde eine Regelung für die ausstehende Miete getroffen und die Bank hat mitgeholfen, den Kredit und die Kontoüberziehung so umzufinanzieren, dass die Belastung wieder tragbar ist. Frau E. sucht mit neuer Perspektive jetzt auch nach einer Nebenbeschäftigung, um das Familieneinkommen aufzubessern.

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