Birgitt Overesch
Alfonsushaus
Schleupestraße 22
48431 Rheine
Telefon 05971 80029-0
Telefax 05971 80029-19
E-Mail: birgitt.overesch@caritas-rheine.de

Zunächst als Wohnhaus für eine Fabrikantenfamilie errichtet, diente das Haus nach dem zweiten Weltkrieg der britischen Besatzung als Unterkunft. 1950 übernahm der Orden der Redemptoristen bis zu seiner Verabschiedung aus Rheine im Jahr 2003 das Haus als Kloster. 2004 erwarb die Caritas Rheine diese ehemalige Klosteranlage. So wird dieses Haus auch weiterhin für kirchlich-caritative Aufgaben genutzt und gleichzeitig der Erhalt des Gebäudes sichergestellt.

Gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW
Wenn das Vergessen zum Alltag wird
Angebote und Hilfen für demenziell erkrankte Menschen im Alfonsushaus
Selbständigkeit und Alltagsorientierung | Tagespflege, Café, Schulung, ...
Die Veränderung beginnt kaum merklich. Ein paar Versprecher mehr als sonst. Am Geldautomaten scheitert auch der dritte Versuch,
die richtige Geheimzahl einzutippen. Der Autoschlüssel liegt im Kühlschrank. Alles völlig harmlos - oder aber Vorboten eines
langsamen Leidens: Demenz. Auf Grund der Zunahme von Demenzerkrankungen und dem damit steigenden Bedarf an Unterstützungsmöglichkeiten
für pflegende Angehörige, hat die Caritas Rheine das Kompetenzzentrum Demenz geschaffen.
Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist in diesem Haus in stadtzentraler Lage eine Wohngemeinschaft mit zehn Plätzen
entstanden. Bei Bedarf können weitere Wohnplätze für demenziell erkrankte Menschen oder Ehepaare mit einem erkrankten Ehepartner
im Alfonsushaus errichtet werden. Damit wird ein dementengerechter, ganzheitlicher Lebensraum geschaffen, der die durch die
Erkrankung verloren gehenden Fähigkeiten und inneren Strukturen des erkrankten Menschen aufgreift. Dem Bedürfnis demenzerkrankter
Menschen nach Kleinräumigkeit, Vertrautheit und menschlicher Nähe wird durch die Raumaufteilung und die Begrenzung der Bewohnerzahl
auf zehn Personen, die als Mieter in diesem Haus wohnen, Rechnung getragen.
Selbständigkeit und Alltagsorientierung
Die Betreuung der Bewohner orientiert sich am so genannten „gelingenden Alltag“. Sie richtet sich nicht nach der „normalen“ Realität und stellt nicht mehr die Pflege in den Mittelpunkt des Geschehens. Hauptaspekt ist die Erhaltung der Selbständigkeit und Selbstbestimmung älterer demenzkranker Menschen durch die Alltagsorientierung. Alltägliche hauswirtschaftliche Tätigkeiten stehen im Vordergrund des Lebensalltags. Dabei bestimmt der Bewohner selbst, sich nach seinen Fähigkeiten aktiv am Geschehen zu beteiligen, zuzusehen, eine eigene Beschäftigung zu wählen oder sich zurückzuziehen.
Tagespflege, Café, Schulung, ...
Im Erdgeschoss sind die Tagespflege, das Café, die speziell auf Demenz ausgerichtete Beratungsstelle sowie das Schulungszentrum für pflegende Angehörige, ehrenamtlich, aber auch professionell Tätige untergebracht. Ergänzt wird dieses Angebot im Rahmen des Netzwerkes Caritas-Demenz-Service von Niederschwelligen Angeboten wie einer ambulanten Betreuungsgruppe und häuslicher Tages- und Nachtpflege.
