Ansprechpartner

Martin Baur-Mainka

Martin Baur-Mainka
Fachbereichsleiter Gemeindepsychiatrische Dienste
Caritas-Haus
Lingener Straße 11-13
48429 Rheine
E-Mail: baur-mainka@caritas-rheine.de

Sekretariat
Brigitte Meyer

Telefon 05971 862-360
Telefax 05971 862-319

Elisabeth Graw
Leiterin Stationär Betreutes Wohnen
Franz-Kolck-Straße 4
48429 Rheine
Telefon 05971 8992739
Telefax 05971 8992738
E-Mail: graw@caritas-rheine.de

Udo Werner

Udo Werner
Leiter Haus St. Antonius - Bevergern
Baumgarten 6
48477 Hörstel-Bevergern 
Telefon 05459 8016-0
Telefax: (05459 8016-20
E-Mail: werner@caritas-rheine.de

 
Quellenangabe
  1. Arbeitsschutzbericht des Bundesarbeitsministers 2005
  2. BKK Gesundheitsreport 2006 
  3. Weltgesundheitsorganisation, World Health Organisation (WHO)
 
Hilfen und Angebote - Psychisch erkrankte Menschen  

Mittendrin draußen: Psychisch krank

Alltagsorientierung und Gemeindeintegration sind Grundprinzipien der Arbeit

Könnten Sie sich vorstellen, eine gerade erfolgte Krankenhausbehandlung wegen einer schizophrenen Episode Ihren Arbeitskollegen oder Freunden mitzuteilen, mit der gleichen Unbefangenheit, mit der Sie über einen Bandscheibenvorfall oder einen Herzinfarkt berichten würden?

Betroffene Menschen stehen immer wieder vor dieser bangen Frage. Häufig entscheiden sie sich, ihre psychische Erkrankung zu verschweigen, aus Scham und aus der Angst vor erlebter oder vermuteter Ausgrenzung und Stigmatisierung. Eine psychische Erkrankung gilt immer noch als gesellschaftliches Tabuthema. Die Folge ist oft eine zu späte Behandlung mit dem Risiko einer Verschlimmerung oder Chronifizierung oder eine dauerhafte Belastung durch die erforderliche „doppelte Buchführung“.

Neben den unübersehbaren Beeinträchtigungen der Lebensqualität betroffener Menschen und ihrer Angehörigen rücken zunehmend die alarmierenden gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen „Kosten“ psychiatrischer Erkrankungen in den Blick und fordern heraus, die Behandlungsbemühungen zu intensivieren. 

  • Im Jahr 2005 wurde fast jede dritte Erwerbsunfähigkeitsrente mit psychischen Erkrankungen oder Verhaltensstörungen begründet (1)
  • Jeder zwölfte Arbeitsausfallstag ist mittlerweile verbunden mit einer psychiatrischen Diagnose (2)
  • Psychisch kranke Menschen sind besonders häufig von beruflichem Abstieg und Arbeitslosigkeit betroffen 
  • Demgegenüber belegen die Gesundheitsreports der Krankenkassen, dass Arbeitslosigkeit das Risiko erhöht, an einer psychischen Störung zu erkranken oder bereits bestehende Symptome zu verschlimmern 
  • Psychische und neurologische Erkrankungen sind weltweit das
    dritthäufigste Krankheitsbild - Tendenz steigend (3) 
  • Zu den zehn Volkskrankheiten, die die Lebensqualität stark
    einschränken, gehören fünf psychische Krankheitsbilder (3)