Caritasverband Rheine, 03.02.2010

Verlässlich und unkompliziert: Balu und Du

Außerschulische Förderung von Grundschulkindern

Rheine. cpr. Junge Mentoren begleiten im Programm „Balu und Du“ innerhalb der Caritas Rheine 6 bis 10jährige Kinder durch gemeinsame Nachmittagsaktivitäten. Im Freizeitbereich - bewusst außerhalb der schulischen Bezüge - werden die häufig aus benachteiligten Lebenssituationen stammenden Grundschüler begleitet und gefördert. In dem von der Uni Osnabrück entwickelten Programm werden die Kinder - in Anlehnung an das „Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling - „Moglis“ und die freiwilligen jungen Erwachsenen „Balus“ genannt.

Bei den wöchentlichen Treffen geht es um die Vermittlung von Alltagskompetenzen, die Stärkung des Selbstbewusstseins und das Wecken von Interessen und Begabungen. Für einige Stunden lassen die „Balus“ dann die „Moglis“ an ihren Erfahrungen teilhaben - und umgekehrt. Auf einer verlässlichen, spielerischen und entspannten Ebene entwickeln sich so ganz individuelle Beschäftigungen und Erlebnisse. Das Projekt richtet sich an Kinder, die aus verschiedenen Gründen Zuwendung benötigen. Vorgeschlagen werden die Kinder meist von Schule, Eltern oder einer Beratungsstelle. Die Patenrolle übernehmen Schüler der Josef-Pieper-Schule Rheine. Die engagierten und zuverlässigen jungen Erwachsenen, die den Kindern vieles vermitteln können, werden in regelmäßigen Abständen für die Herausforderungen ihrer ehrenamtlichen Aufgabe durch die Caritas-Beratungsstelle angeleitet, auch eine kleine Summe für Unternehmungen (Schwimmbadeintritt, Bustickets) wird ihnen ersetzt.

Die persönlichen Erfahrungen der gemeinsamen Aktivitäten mit den „Moglis“ werden von den „Balus“ in Form von Tagebucheinträgen auf einer Internetplattform festgehalten. Begleitet wird das Projekt durch die Uni Osnabrück und den Diözesancaritasverband in Köln.

Das Programm „Balu und Du“ existiert im Caritasverband Rheine seit Sommer 2007, im ersten Jahr wurden fünf, im zweiten Jahr sieben Kinder kontinuierlich begleitet. Ein erfreuliches Zwischenfazit sind nicht nur die vielen fröhlichen und abwechslungsreichen in den Tagebucheinträgen dokumentierten Entwicklungen, sondern auch die positiven Nebeneffekte: Durch gesteigertes Selbstbewusstsein und bereichernde Erlebnisse sind auch die schulischen Leistungen der „Moglis“ häufig besser geworden. Es gelingt ihnen, sich leichter in der Schule und im außerfamiliären Umfeld zu integrieren, sie können sich besser konzentrieren und ihre Fähigkeit steigert sich, Kritik anzunehmen und Konflikte kompetenter zu bewältigen. Für die „Balus“ ergeben sich überdies wichtige und für die eigene persönliche Weiterentwicklung wertvolle Erfahrungen.

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