Verlässlich und unkompliziert: Balu und Du
Außerschulische Förderung von Grundschulkindern
Rheine.
cpr.
Junge Mentoren begleiten im Programm „Balu und Du“ innerhalb der Caritas Rheine
6 bis 10jährige Kinder durch gemeinsame Nachmittagsaktivitäten. Im
Freizeitbereich - bewusst außerhalb der schulischen Bezüge - werden die häufig
aus benachteiligten Lebenssituationen stammenden Grundschüler begleitet und
gefördert. In dem von der Uni Osnabrück entwickelten Programm werden die Kinder
- in Anlehnung an das „Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling - „Moglis“ und die
freiwilligen jungen Erwachsenen „Balus“ genannt.
Bei den wöchentlichen Treffen geht es um die Vermittlung von Alltagskompetenzen,
die Stärkung des Selbstbewusstseins und das Wecken von Interessen und
Begabungen. Für einige Stunden lassen die „Balus“ dann die „Moglis“ an ihren
Erfahrungen teilhaben - und umgekehrt. Auf einer verlässlichen, spielerischen
und entspannten Ebene entwickeln sich so ganz individuelle Beschäftigungen und
Erlebnisse. Das Projekt richtet sich an Kinder, die aus verschiedenen Gründen
Zuwendung benötigen. Vorgeschlagen werden die Kinder meist von Schule, Eltern
oder einer Beratungsstelle. Die Patenrolle übernehmen Schüler der
Josef-Pieper-Schule Rheine. Die engagierten und zuverlässigen jungen
Erwachsenen, die den Kindern vieles vermitteln können, werden in regelmäßigen
Abständen für die Herausforderungen ihrer ehrenamtlichen Aufgabe durch die
Caritas-Beratungsstelle angeleitet, auch eine kleine Summe für Unternehmungen
(Schwimmbadeintritt, Bustickets) wird ihnen ersetzt.
Die persönlichen Erfahrungen der gemeinsamen Aktivitäten mit den „Moglis“
werden von den „Balus“ in Form von Tagebucheinträgen auf einer Internetplattform
festgehalten. Begleitet wird das Projekt durch die Uni Osnabrück und den
Diözesancaritasverband in Köln.
Das Programm „Balu und Du“ existiert im Caritasverband Rheine seit Sommer 2007,
im ersten Jahr wurden fünf, im zweiten Jahr sieben Kinder kontinuierlich
begleitet. Ein erfreuliches Zwischenfazit sind nicht nur die vielen fröhlichen
und abwechslungsreichen in den Tagebucheinträgen dokumentierten Entwicklungen,
sondern auch die positiven Nebeneffekte: Durch gesteigertes Selbstbewusstsein
und bereichernde Erlebnisse sind auch die schulischen Leistungen der „Moglis“
häufig besser geworden. Es gelingt ihnen, sich leichter in der Schule und im
außerfamiliären Umfeld zu integrieren, sie können sich besser konzentrieren und
ihre Fähigkeit steigert sich, Kritik anzunehmen und Konflikte kompetenter zu
bewältigen. Für die „Balus“ ergeben sich überdies wichtige und für die eigene
persönliche Weiterentwicklung wertvolle Erfahrungen.
